Es klingt so einfach: Man kauft sich ein Paar neue Laufschuhe und los geht's. So jedenfalls die Theorie. Nur zu oft scheitert dieses Vorhaben schon beim Blick nach draußen (Regen), auf die Uhr (zu spät) oder aufs Smartphone („Lust auf Biergarten?”).
Als Forrest Gump in dem gleichnamigen Film (US-amerikanisches Filmdrama, 1994) von Reportern gefragt wird, warum er denn schon seit zwei Jahren ununterbrochen quer durch die USA laufe – etwa für den Weltfrieden, für die Obdachlosen oder für die Rechte der Frauen –, antwortet er lakonisch: „Ich hatte einfach Lust zu laufen.“
Ein Gefühl, das leidenschaftliche Läuferinnen und Läufer nur zu gut kennen: Lange Strecken machen süchtig. So ziehen Stadtläufe oder (Halb-)Marathons jedes Jahr aufs Neue tausende Läuferinnen und Läufer an, die ihren Körper Kilometer um Kilometer herausfordern. Warum also schinden sich die einen, während den anderen ein gemäßigtes Lauftraining genügt?