Selbständige Frauen sind bislang im Mutterschutz rechtlich unzureichend abgesichert. Bei schwangerschaftsbedingten Arbeitsverhinderungen außerhalb der gesetzlichen Schutzfristen von sechs Wochen direkt vor und acht Wochen nach der Geburt haben sie keine Möglichkeit zur finanziellen Absicherung. Viele selbständige Frauen leisten während der Schwangerschaft körperlich belastende Arbeiten oder fühlen sich psychisch stark belastet. In dieser Zeit tragen sie das gesamte Risiko: Ihr Einkommen, laufende Kosten und die Verantwortung für ihren Betrieb liegen allein in ihren Händen. Besonders im Handwerk wird die fehlende Absicherung zur Barriere für Frauen, die eine Selbständigkeit oder Unternehmensgründung anstreben.
„Die Debatte über den Mutterschutz für Selbständige muss dringend geführt werden. Es ist an der Zeit, dass auch Unternehmerinnen während der Schwangerschaft auf die Unterstützung der Solidargemeinschaft bauen können“, so Wollseifer. Mit dem Beschluss des Verwaltungsrates legt die IKK classic den Grundstein für eine gesundheitspolitische Initiative im kommenden Jahr.